Der in London lebende Privatdetektiv Dylan Dog nimmt nur Fälle an, in denen es um mysteriöse und unerklärliche Abnormitäten geht: Dylan Dog ist ein psychologisch arbeitender Geisterjäger... Der Mann arbeitet alleine, doch Autor Tiziano Sclavi hat ihm eine Reihe skurriler Nebenfiguren zur Seite gestellt. Zum Beispiel Groucho, der Diener im Hause Dog. Der Mann heißt nicht nur wie einer der berühmten Marx-Brother, er sieht auch so aus - und macht ähnlich skurrile Späße wie der Filmkomiker. Gezeichnet werden die Abenteuer von unterschiedlichen Künstlern. Nur Autor Sclavi bleibt dem Projekt stets als väterliche Überfigur treu. Das in starken Kontrasten angelegte, schwarzweiße Artwork der Serie liegt qualitativ weit vorn - Grauen schöpfen die Horrorszenen zumeist aus dem, was nicht gezeigt wird, durch intensiven Einsatz von Schatten- und Schwarzflächen. Es ist keineswegs einfach, ein Engel zu sein, vor allem nicht, wenn er sich plötzlich in einer solch grausamen Welt wie der unseren befindet. Es geht hier tatsächlich um einen wahren Engel, mit Flügeln, einer Robe und einem Heiligenschein. Es könnte ihm eine Menge zustoßen, man könnte ihn entführen und ihm gar die Flügel stutzen. Kurzum, außerhalb des Paradieses herrscht für einen Engel die wahre Hölle! Und an wen soll sich ein Engel wenden, wen er nach Hause zurück will, wenn nicht an den Jäger des Grauens?