Der in London lebende Privatdetektiv Dylan Dog nimmt nur Fälle an, in denen es um mysteriöse und unerklärliche Abnormitäten geht: Dylan Dog ist ein psychologisch arbeitender Geisterjäger... Der Mann arbeitet alleine, doch Autor Tiziano Sclavi hat ihm eine Reihe skurriler Nebenfiguren zur Seite gestellt. Zum Beispiel Groucho, der Diener im Hause Dog. Der Mann heißt nicht nur wie einer der berühmten Marx-Brother, er sieht auch so aus - und macht ähnlich skurrile Späße wie der Filmkomiker. Gezeichnet werden die Abenteuer von unterschiedlichen Künstlern. Nur Autor Sclavi bleibt dem Projekt stets als väterliche Überfigur treu. Das in starken Kontrasten angelegte, schwarzweiße Artwork der Serie liegt qualitativ weit vorn - Grauen schöpfen die Horrorszenen zumeist aus dem, was nicht gezeigt wird, durch intensiven Einsatz von Schatten- und Schwarzflächen. Auf Londons Straßen prasselt Regen. Ein ewig andauernder, dunkler Regen, der sich mit Blut und Einsamkeit vermischt. Der unsichtbare Mann schreibt sein Tagebuch, während die Klinge des Mörders unaufhörlich zustößt. Der Tod hat es auf die Prostituierten der englischen Hauptstadt abgesehen und eine von ihnen, Bree Daniels, wendet sich an den Jäger des Grauens, um den Mörder zu fassen. Für Dylan ist das der Anfang einer großen Liebe und einer Nachforschung an der Grenze zwischen dem Menschen und dem Monster, dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren...