In DIE SICHT DER DINGE begibt sich Jiro Taniguchi, international prämierter Mangaka und Grenzgänger zwischen japanischer Erzähltradition und westlichem Zeichenstil, abermals auf Spurensuche. Einfühlsam und vielschichtig erzählt er die Geschichte einer Familie, stellt Erinnerungen aus der Sicht des Heranwachsenden gegen die Reflexion des erwachsenen Menschen. Als der Protagonist die Nachricht vom Tod seines Vaters erhält, fährt Yoichi zu dessen Beerdigung in seinen Heimatort Tottori. 15 Jahre hat er seine Familie nicht mehr besucht – bestrebt, die Erinnerungen an seine Kindheit und Jugend zu verdrängen. Nun erweist er seinem Vater bei der Totenwache die letzte Ehre – und verblasste Erinnerungen werden lebendig. Die Gespräche im Kreise der Verwandten revidieren seine festgefahrenen Ansichten, machen Schuldzuweisungen nichtig. Vor Yoichi entfaltet sich ein neues Bild seines Vaters. In seiner semiautobiographischen Erzählung mischt Jiro Taniguchi persönliche Erlebnisse mit zeitlosen Darstellungen eines alltäglichen Familienlebens.
Einfühlsame Familiengeschichte
Einzelband, wieder lieferbar: erstmalig in japanischer Leserichtung
International ausgezeichneter Autor
Originaltitel: Chichi no koyomi
Künstler: Jiro Taniguchi, John Schmitt-Weigand